Newsletter-Tools sind der Fall, bei dem die Daten am direktesten personenbezogen sind. Bei Analytics geht es um Nutzungsmuster, hier um Namen, E-Mail-Adressen und die Kaufhistorie einer konkreten Person.

In meiner Erhebung über 206 Schweizer KMU-Websites fand ich kein einziges Newsletter-Werkzeug im Seitencode. Das heisst nicht, dass niemand einen Newsletter verschickt. Es heisst, dass diese Werkzeuge im Hintergrund laufen und für einen Scanner unsichtbar sind, deiner also auch. Genau deshalb wirst du im Fragebogen danach gefragt, statt übergangen.

Welches Newsletter-Werkzeug hinterlässt Spuren auf deiner Seite?
Was im Seitencode steht, sehe ich. Was nur im Hintergrund läuft, ergänzt du im Fragebogen. Ich lese aus, welche Dienste auf deiner Seite laufen, und halte sie gegen das, was in deiner Erklärung steht. Rund 15 Sekunden, kostenlos, ohne Anmeldung.

Was diese Tools speichern

Ein modernes Newsletter-Tool ist kein Versandprogramm mehr, sondern eine Kundendatenbank. Typischerweise landen dort:

  • Name und E-Mail-Adresse
  • Bestell- oder Buchungsdaten, wenn ein Shop oder ein Buchungswerkzeug angebunden ist
  • Öffnungs- und Klickverhalten pro Mail
  • Verhalten auf deiner Webseite, wenn du das Tracking-Snippet eingebaut hast
  • Segmentierungen, also Zuordnungen wie „hat seit 90 Tagen nicht gekauft“

Das letzte Element ist eine Profilbildung, und die gehört benannt. Wann daraus sogar eine ausdrückliche Einwilligung wird, steht in Brauche ich einen Cookie-Banner?

Was das revDSG verlangt

Das revidierte Schweizer Datenschutzgesetz stellt die Informationspflicht ins Zentrum: Du musst nachvollziehbar sagen, welche Personendaten du bearbeitest, zu welchem Zweck und wer sie sonst noch zu sehen bekommt. Geht ein Dienst ins Ausland, kommt die Auslandbekanntgabe dazu, du musst also auch das Zielland nennen.

Seit dem 15. September 2024 anerkennt die Schweiz die USA über das Swiss-U.S. Data Privacy Framework wieder als Land mit angemessenem Datenschutzniveau, allerdings nur für US-Unternehmen, die sich unter diesem Rahmen zertifiziert haben. Für zertifizierte Dienste braucht es keine zusätzlichen Garantien mehr, für nicht zertifizierte weiterhin schon. Die Pflicht, transparent zu informieren, bleibt in beiden Fällen bestehen. Genau die wird am häufigsten übersehen.

Was in deine Erklärung gehört

  • Der Dienst namentlich, mit Anbieter und Sitz
  • Der Zweck: Versand von Newslettern, Erfolgsmessung, Segmentierung
  • Die Datenkategorien: Kontaktdaten, Bestell- und Nutzungsverhalten, Interaktion mit Mailings
  • Die Auslandbekanntgabe in die USA
  • Die Abmeldemöglichkeit und wie lange du die Daten aufbewahrst

Ein Punkt, der oft vergessen geht

Wenn dein Newsletter-Tool ein Skript auf deiner Webseite mitlaufen lässt, und Klaviyo tut das standardmässig, dann sammelt es Daten von *allen* Besuchern, nicht nur von Abonnentinnen. Das ist ein anderer Sachverhalt als der Newsletterversand und gehört entsprechend beschrieben.

Viele Erklärungen behandeln nur den Versand und übersehen das Tracking-Snippet. Formal ist das eine Lücke.

Welches Newsletter-Werkzeug hinterlässt Spuren auf deiner Seite?
Was im Seitencode steht, sehe ich. Was nur im Hintergrund läuft, ergänzt du im Fragebogen. Ich lese aus, welche Dienste auf deiner Seite laufen, und halte sie gegen das, was in deiner Erklärung steht. Rund 15 Sekunden, kostenlos, ohne Anmeldung.