Kurz: Lädt deine Seite Schriften über Adobe Fonts, gehört das in deine Datenschutzerklärung: Adobe als Anbieterin, IP-Adresse und Browser als übertragene Daten, die einheitliche Darstellung als Zweck und die USA als mögliches Zielland.

Adobe Fonts, früher Typekit, funktioniert wie Google Fonts: Die Schrift liegt nicht bei dir, sie wird beim Aufruf deiner Seite von einem fremden Server geladen. Damit dieser Server die Datei schicken kann, erfährt er die IP-Adresse deines Besuchers, seinen Browser und die Adresse der Seite, auf der die Schrift gebraucht wird.

In meiner Erhebung über 206 Schweizer KMU-Websites (August 2026) lief Adobe Fonts auf 7 Seiten, also 3%. Zum Vergleich: Google Fonts lief auf 37%.

Schriften von aussen gehören in die Erklärung.
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Warum eine Schrift überhaupt ein Datenschutzthema ist

Weil die Übertragung passiert, bevor irgendjemand etwas anklicken kann. Der Aufruf der Schrift gehört zum Laden der Seite. Es gibt keinen Moment, in dem dein Besucher hätte zustimmen können, und es gibt auch keinen Knopf, den er dafür gedrückt hätte.

Das macht den Fall nicht dramatisch. Es macht ihn nur zu einem, der in die Erklärung gehört: Ein Dritter im Ausland bekommt eine IP-Adresse, und das ist eine Bekanntgabe.

Die Angaben, geprüft

Die Vertragspartnerin ausserhalb Nordamerikas und Japans ist Adobe Systems Software Ireland Limited, Dublin, Irland, Konzernmutter ist die Adobe Inc. in den USA. Diese Angabe liegt mit Quelle und Prüfdatum vor.

Was das revDSG zur Auslandbekanntgabe verlangt

Gehen Personendaten ins Ausland, musst du nach Art. 19 Abs. 4 revDSG den Staat nennen; Garantien wie Standardvertragsklauseln gehören nur dann dazu, wenn der Staat keinen angemessenen Schutz bietet. Die USA gelten seit dem 15. September 2024 als angemessen, aber nur für Unternehmen, die im Swiss-U.S. Data Privacy Framework eingetragen sind (Art. 16 Abs. 1 revDSG, Anhang 1 DSV). Die Grundlage trotzdem dazuzuschreiben ist keine Pflicht, aber gute Praxis, weil es Vertrauen schafft.

Die saubere Lösung braucht keinen Text

Mit dem Abo von Adobe Fonts geht das nicht: Adobe erlaubt die Schriften nur über den eigenen Einbettungscode, nie auf deinem eigenen Server. Wer die Schrift lokal haben will, kauft eine Lizenz direkt beim Schriftenhersteller oder wechselt auf eine frei lizenzierte Schrift. Wo das möglich ist, ist es der bessere Weg: keine Übertragung, keine Auslandbekanntgabe, kein Absatz, der gepflegt werden muss. Dasselbe gilt für Google Fonts, dort ist der lokale Einbau der Normalfall.

So kann der Abschnitt aussehen

Schriftarten
Für die Darstellung setzen wir Adobe Fonts ein. Beim Aufruf der Seite wird die Schrift von Servern der Adobe Systems Software Ireland Limited, Dublin, Irland, geladen. Dabei werden die IP-Adresse, der Browser und die aufgerufene Seite übertragen. Zweck ist die einheitliche Darstellung. Daten können in die USA übermittelt werden.

Und wenn beides läuft

Das ist häufiger als gedacht: Ein Theme bringt Google Fonts mit, der Seitenbauer hat zusätzlich Adobe Fonts eingebunden. Dann gehören beide in die Erklärung. Welche Schriftquellen deine Seite tatsächlich lädt, siehst du in einem Scan, und es sind regelmässig mehr als eine. Dasselbe Muster gilt für Bibliotheken aus einem Auslieferungsnetz.

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Oder zuerst ansehen, wie der Datenschutzerklärung-Generator arbeitet.